La Leggendaria Charly Gaul

Rad am Ring, die „grüne Hölle“

30. Juli 2017 Comments (0) Berichte

Granfondo San Gottardo

Unser „Erich Internationale“ hat die Farben des Sebamed Racing Teams wieder über die Langesgrenzen hinaus getragen. Lest hier, wie es ihm beim Granfondo San Gottardo erging:

Das Konzept hat was. Beim Granfondo San Gottardo mit Start in Ambri auf der Südseite des Gotthardpasses wird nicht die Gesamtzeit über die 110km-Strecke gewertet, sondern die Zeiten für die Bergauf-Fahrten auf den Gotthard- (2091m), Furka- (2436m) und Nufenen-Pass (2478m) werden separat erfasst und addiert. So umgeht der Veranstalter weitreichende Straßensperrungen, die er vermutlich auch nicht genehmigt bekäme. Nur die Strecke vom Start bis zur Gotthard-Passhöhe ist für das Rennen gesperrt. Da die Strecke aber über die alte, gepflasterte Tremola-Passstraße führt, ist der normale Autoverkehr kaum betroffen. Im weiteren Verlauf ist das Feld ohnehin weit auseinander gezogen. An den Verpflegungsstationen auf den Pässen kann man sich Zeit lassen. Aber der Überblick über die eigene Rennposition geht natürlich verloren. Das gewohnte Rennfieber stellt sich auch nicht ein. Mit anderen Worten: Jeder fährt 3 Einzelbergzeitfahren gegen sich selbst. Aber in den Abfahrten muss man auch nichts riskieren, was angesichts des Autoverkehrs einfach sicherer ist.

Das heftige Gewitter in der Nacht ist Vergangenheit als pünktlich zum Start die Sonne über den Bergkamm klettert. Zügig aber nicht hektisch gehen die rund 750 Teilnehmer die Strecke nach Airolo an, befindet sich doch dort erst die Zeitnahme für die 900Hm zum Gotthardpass. Meine Zielsetzung ist, mangels direkter und mir bekannter Konkurrenten meine Teilzeiten aus dem Vorjahr an den drei Pässen zu wiederholen. Bis auf wenige Sekunden gelingt das am Gotthard- und auch am folgenden Furka-Pass. Schön, dass es dort auch heiße Brühe gibt. Denn der Wind weht kalt. Auf der nicht enden wollenden Abfahrt ins 1100m tiefer gelegene Rhonetal wird’s wieder wärmer.

Mit der Nufenen-Passstraße am Ortsausgang von Ulrichen wartet als dritter Anstieg nun der längste und mit häufig 9-10% steilste Abschnitt auf mich. Es wird zäh. Ca. 2km vor dem Ziel/Passhöhe muss ich mich übergeben. Habe wohl angesichts des tollen Angebots an den Vepflegungsstationen  zuviel feste Nahrung zu mir genommen. Positiver Effekt: Die letzten 2km und knapp 200Hm fliege ich geradezu wieder nach oben. Lohn der „Quälerei“ ist ein 5.Platz von 33 in der AK über 60J. und 3:18:00 für in Summe ca.3000Hm.

Erich

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