Rad am Ring, die „grüne Hölle“

Skoda Velorace Dresden

6. August 2017 Comments (0) Berichte

Großer Preis der Stadt Bad Homburg, Rund um den Kurpark

Der Renntag in Bad Homburg findet seit vielen Jahren statt. Verschiedene Rennen aller Lizenzklassen mit Beteiligung von Kontinentalteams und einigen ausgewählten deutschen Protour Fahrern werten das Jedermannrennen dort auf. Nicht zuletzt deshalb ist es ein jährlicher Prestigetermin, der im Kalender vieler Fahrer einen festen Platz hat. Umso erfreulicher, dass das Sebamed Racing Team dort heute gut vertreten ist und am Ende mit Frederic einen Mann auf der zweiten Stufe des Treppchens platziert. Eine Klasseleistung in einem schweren Rennen.

Die Runde in Bad Homburg ist rund 1,6 Km lang und hat eine Steigung mit rund 4% auf rund 350 Meter Länge, bevor es auf einer Rechtskurve in ein Gefälle geht, das in einer kurvigen, aber flüssigen Strecke zur einzigen Kurve führt, an der man bremsen muss, um wieder in die eingangs beschriebene Steigung einzubiegen. Auf dieser Steigung liegt bei ca. 250 Meter nach der Kurve das Ziel. Das Jedermannrennen geht üblicherweise 1 Std. und eine Runde, diesmal werden 30 Runden gefahren, was ungefähr der gleichen Dauer entspricht.

Von Anfang an wird scharf gefahren, so dass nach zwei Runden die Spitzengruppe mit 16 Fahrern steht. Dabei sind alle drei Sebamed Fahrer, Eric, Frederic und Maxim. Alle achten auf Simon Hahnenbruch, der letztes Jahr in der ersten Runde weggefahren war und einen beeindruckenden Solosieg holte. Diesmal gelingt ihm das nicht. Außerdem dabei Matthias Hahn vom Team Bachus Bike aus Erfurt, mit einem zweiten Platz in Dresden letztes Jahr und diversen Podiumsplätzen 2017 ein bewiesen starker Fahrer, auf den man achten muss. Außerdem sind Starter der bekannten Jedermann Teams von Rheinhessen und Radroo in der Gruppe, die sich als lokale Teams ebenfalls etwas vorgenommen haben. Nach ca. 10 Runden verliert das Sebamed Racing Team eine taktische Option, Maxim muss mit Fußproblemen raus. Das Rennen beruhigt sich in der Rennmitte etwas, da keiner der vorherigen Versuche von Erfolg gekrönt ist. Simon ist auch heute einer der aktivsten Fahrer, aber auch Frederic versucht, die Führungsgruppe noch mal zu teilen. Erfolglos. In den letzten Runden kommt wieder mehr Zug auf die Kette, nach wie vor sind Eric und Frederic vorne dabei. Die Ausreißversuche werden aber alle neutralisiert, so dass die Glocke ein kompaktes Feld auf die letzte Runde schickt. Frederic ist in diesem Moment allerdings weit hinten, während vorne Simon Hahnenbruch einen weiteren Versuch startet, sich zu lösen. Eric ist mit Position 8 ziemlich in der Mitte, sieht aber recht angeschlagen aus. Dann biegt das Führungsfahrzeug auf die Zielgerade ein, kurz dahinter die Fahrer. Ale erster schießt Matthias Hahn von Bachus Bike um die Kurve, dahinter mit ein wenig Abstand einige andere, aus Simon, nur Frederic ist nicht zu sehen. Dann, etwas an Position 12 kommt er um die Ecke, war vorher eingeklemmt und knallt jetzt alles rein, schiebt sich mit furiosem Antritt nach vorne. Auf der Ziellinie fängt er so um Reifenbreite noch Simon Hahnenbruch ab und fährt auf den zweiten Platz, vorher hat sich Matthias Hahn schon souverän den Sieg gesichert. Eric hatte am Ende wirklich nichts mehr zuzusetzen und fährt kurz darauf über die Linie.

Als Belohnung gibt’s ein Podium bei diesem renommierten Rennen für Frederic, Gratulation! Und später sogar noch die Gelegenheit zu einem Schwätzhen mit Emanuel Buchmann vom Team Bora hansgrohe. Ein gelungener Tag!

 

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