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19. Juni 2018 Comments (0) Berichte

Gletscherkaiser Kaunertal

Lest hier, was Erich beim bekannten Alpen-Event erlebt hat:

Ein 2. AK-Platz beim letztjährigen „Gletscherkaiser“ hatte mich motiviert auch dieses Jahr an dem Rennen mit dem Ziel auf 2750m Höhe, dem Kaunertal-Gletscherskigebiet in Tirol, teilzunehmen. Doch bei der heurigen 16.Auflage waren dem Veranstalter, vielleicht auch einigen Teilnehmern, die 51km mit knapp 2000 Hm nicht mehr schwer genug. So wurde das Rennen auf 122km mit rund 3900 Hm verlängert. Sollte damit die Attraktivität gesteigert werden, so drückte sich das in den Teilnehmerzahlen nicht aus. Nur 155 Fahrer und nur 8 Fahrerinnen waren am Start. Obwohl die Strecke nicht für den allgemeinen Verkehr gesperrt war, waren die Kreuzungen vorbildlich mit Streckenposten besetzt, so dass keine kritischen Situationen entstanden.

Bei den noch kühlen Temperaturen am Start um 7.00 Uhr ging es die ersten 7 km neutralisiert bergab, bevor es in die erste Steigung ging. Da sämtliche Anstiege überwiegend im zweistelligen Prozentbereich lagen, brauchte ich ein paar Minuten, bis ich meinen Rhythmus gefunden hatte. Klar, dass sich das Feld auf den rund 600 Hm zur Pillerhöhe schnell sortiert hatte. Es gelang mir, in einer adäquaten Gruppe zu bleiben, die mir später, insbesondere im eher flachen Inntal, Windschatten bot. Lohn der Anstrengung war die sich anschließende, flotte und genussvolle Abfahrt ins Inntal nach Imst. Wen störte da schon, dass zwischendurch 2 Gegenanstiege mit in Summe fast 400 Hm zu bewältigen waren. Spätestens beim Verlassen des Inntals hinter Landeck, um erneut die Pillerhöhe zu erklimmen, war „Schluss mit lustig“. Mit bereits 2100 Hm in den Beinen schmerzte es natürlich, in rasender Fahrt aus 1550m wieder auf ca. 1000m Höhe abzusteigen, um nun den finalen Anstieg zum Gletscher in Angriff zu nehmen. Angesichts der meist zweistelligen Steigungsprozente empfand ich 5-6% bereits als Erholung. Denn die letzten 950 Hm wurden hart. Nicht nur die bald 5h Fahrzeit mit ihren fast 3000 Hm steckten in den Beinen, sondern auch die dünner werdende Luft zeigte, wenn auch nicht bewusst, ihre Wirkung. Bereits mit dem Verlassen des Inntals war es ein einsames Rennen geworden. Also eher ein Bergzeitfahren. Zur Motivation diente mir die abnehmende Nummerierung der Kehren und die Angaben zur Höhe. Nur noch …. ! Der Gedanke an die Platzierung trat in den Hintergrund. Da kaum noch andere Fahrer zu sehen, geschweige denn zu überholen sind, setzte ich mir das Ziel, unter 6h zu bleiben. Das gelang mit 5:56:38. Dass der Sieger der AK 20min. schneller war, kann ich verschmerzen. Er ist 7 Jahre jünger. Und mein Vorsprung auf den 3. beträgt ebenfalls 20min. Als Belohnung für Platz 2 gibt es einen stilisierten Steinbock und die gefühlt nicht enden wollende 45minütige Abfahrt in den 1450m tiefer gelegenen Startort Feichten.

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