Skoda Velorace, Dresden

Rund um den Kurpark, Bad Homburg

23. August 2018 Comments (0) Berichte

Hamburg: euroeyes cyclassics

An GCC freien Wochenenden starten Fahrer und Fahrerinnen des Sebamed Racing Teams auch gerne mal bei anderen Rennen. Seit Jahren finden sich einige SRT´ler auch in Hamburg zum Radklassiker ein. Traditionell auf der längsten Strecke startend haben unsere FahrerInnen schon viele individuell oder auch insgesamt gute Ergebnisse erzielt. Dieses Jahr sind zumindest Jonas und Björn dort angetreten, um möglichst ganz vorne mitzuspielen. Das ist ihnen unterm Strich mit den Platzierungen 14 bzw. 27 auch gut gelungen. Allerdings haben sie die entscheidende Gruppe verpasst und sich am Ende trotz sehr guter Plätze doch leicht geärgert. Lest hier, wie sie das Rennen beschreiben:

>>JONAS: Auf meinem Weg zum Start ist die Hölle los. Gemütlich geht es an den riesigen Blöcken wartender Radfahrer vorbei in den A-Block. Bei bestem Radwetter startet eine knappe Stunde später die 160km Runde um Hamburg. Neben mir ist Björn ganz vorne als weiterer Sebamed-Fahrer vertreten. Unserer Taktik lautet, zunächst mal bei allen Gruppen dabei sein und dann am Kösterberg, wenn es wellig wird, alles auf eine Karte zu setzen.

Im schnellen, gut fahrbaren Tempo geht es angeführt und kontrolliert vom BKK Mobil Oil Cycling Team aus Hamburg heraus. Spätestens nach 20km schein es das mit dem kontrollieren aber erstmal gewesen zu sein. Eine gefährliche Attacke nach der nächsten, entweder Björn oder ich im am mitspringen, oder neutralisieren. Nach ca 35km entsteht dann die entscheidende Rennsituation. Aus einer Attacke von Matvey Subov, dem russischen Ex-Pro bildet sich eine ca. 20-köpfige Spitzengruppe, aus dieser attackiert mehrfach Valentin Szalay von BKK. Mehrfach gehe ich mit, mehrfach rollt die 20-Mann Gruppe wieder zusammen. Das Tempo ist nahezu immer über 50 km/h. Erneute Attacke, ich lasse eine Lücke, sollen doch mal andere zu fahren. Doch nichts geschieht. 4 Fahrer können sich ein paar Meter absetzen. Allerdings weiß ich, dass es hinten noch genug starke Fahrer gibt, denen diese Situation auch nicht passen dürfte. Ich bleibe also noch entspannt.

Und tatsächlich bleibt das Tempo ernorm hoch und die Gruppe kommt nur bedingt weg. Als wir an einer kleinen Welle fast wieder dran sind folgt eine erneute Attacke von Christian Kreuchler, ich hänge mich wieder ran, bin aber schon nahe meines Maximums. Nach gerade mal 40km! Beinah läuft alles wieder zusammen, aber niemand will den letzten Sprung wagen. Also zieht Christian Kreuchler erneut an, ich gehe nicht mit. Ich möchte nicht nach ¼ des Rennens allout gehen.

Kreuchler fährt nach vorne, ich bin wieder im Feld, das Tempo ist raus, das wars. In diesem Moment weiß ich, dass ich den entscheidenden Postabgang mal wieder verpasst habe und wir die Gruppe nicht mehr wieder sehen werden.

Die nächsten knapp 100km geschieht nichts, außer einer missglückten Flaschenübergabe. Kurz bevor es an die Elbe geht, spreche ich mich mit Jochen Wallenborn von DKS ab, wir wollen am Kösterberg versuchen mit einer kleinen Gruppe weg zu fahren. Also erhöht Jochen das Tempo im unteren flachen Teil, doch die Gruppe bleibt groß. Ich attackiere mit allem was geht in den Kösterberg rein, fahre allein mit einigen Metern Vorsprung über die Kuppe. Hinter mir eine kleine Gruppe, die lasse ich wieder ran kommen. Zu viert versuchen wir unseren Vorsprung zu halten, aber ein überraschend großes Feld fährt in der Abfahrt wieder zusammen. Unglaublich wieviele Fahrer problemlos 400W über 5min den Kösterberg hochdrücken können!

Es folgen weitere Attacken, doch es kommt zum Sprint. In nahezu perfekter Position komme ich auf die Zielgerade, doch durch eine Welle vor mir muss ich bei 450m nochmal kurz rausnehmen, so ziehen links nochmal 3-4 Fahrer vorbei. Am Ende steht Platz 14 für mich, Platz 27 für Björn, die Erkenntnis, dass wir es wieder nicht in entscheidende Gruppe geschafft haben, aber ein sehr starkes Rennen gefahren sind. Hamburg, wir kommen wieder! <<

 >>BJÖRN: Also das Rennen ging recht flott los und nach ein paar Kilometern gingen schon die ersten Attacken los. Ich hab mich immer an Valentin orientiert, um eventuelle Angriffe von ihm parieren können. Er selber war eher defensiv eingestellt. Das gelang mir auch recht oft. Manchmal hab ich auch selber versucht das Feld an die Ausreißer ran zuführen. Allerdings hat BKK mit Erfolg die Nachführarbeit gestört. Im Laufe des Rennens kamen dann mehrere Leute zu mir, um zu fragen, ob wir uns später vorne mit einspannen würden. Aber das verpufte dann auch alles. Im Endeffekt hatte die Gruppe 40km vor dem Ziel 5.20 Min. Vorsprung und uns war auch klar, dass das nix mehr werden würde. Jonas hat dann seinen Fokus auf den einzigen Berg gesetzt. Dort griff er nochmal mit Jochen Wallenborn an. Allerdings waren viele in der Lage dem Tempo zu folgen. Zum Schluss gab es noch ein paar Stürze. Wir sind aber super durch gekommen. Das lag auch daran das wir uns immer weit vorne platziert haben. Im Schlusssprint konnte ich selber nicht mehr mit angreifen bin aber trotzdem auf dem 27 Platz rein gekommen. Wir hatten uns etwas mehr ausgerechnet aber manchmal ist das im Radsport so.<<

 

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