Circuit Cycling – Hockenheimring

3. Mai 2015 Comments (0) Berichte

Tour d’Energie – Göttingen

Matthias fährt ersten Podiumsplatz in seiner AK ein!

Wenn der Wecker auch am Wochenende früh klingelt und man dem dann sogar freiwillig nachgeht, dann muss es schon einen speziellen Anlass geben. Richtig, die German-Cycling-Cup Serie 2015 beginnt.

Am Sonntag, dem 26. April geht’s für einen Großteil des Sebamed Racing Teams nach Göttingen. Durch den Rennstart der 100 km Strecke um 09:45 Uhr reisen Aaron, Tobias, Eric, Eddie, Kathrin, Marco, Ralph, Gary, Ronald, Frédéric, Peter und ich am Raceday an. Matthias und Arne sind mit ihrer persönlichen Unterstützung Birgit und Diana am Vortag aus Schleswig-Holstein angereist. Auch Willi (Dietmar), unser Anreisekilometerkönig aus der Nähe von München, hat sich für eine Unterkunft in Göttingen entschieden. Bevor es an den Start an der Sparkassen Arena in Göttingen geht, haben wir noch eine Stunde Zeit die wir zum lockeren Einrollen nutzen. Dabei entdecken wir viele bekannte Gesichter aus den Vorjahren.

Der Startschuss erfolgt ein paar Minuten verzögert, bis es dann die ersten Kilometer neutralisiert aus der Stadt raus geht. Bei Startfreigabe wird vorne sofort am Horn gezogen. Bei km 5 sehe ich schon den ersten gestürzten Fahrer und denke „was `ne Hektik“. Bei km 15 brennen meine Beine und ich weiß, ich kann so einem Anfangstempo einfach nicht Stand halten. So falle ich schnell drei Gruppen zurück. Auf einer Anhöhe bei km 38, wo es kurz danach Richtung Hann-Münden geht, sehe ich Aaron am Straßenrand stehen. Ich rufe ihm noch zu, ob er etwas braucht, aber Aaron winkt ab und sagt, ich solle weiter fahren. Am Ende stellt sich heraus, dass er einen Defekt hatte und das Rennen nicht beenden konnte. Noch hält sich das Wetter, aber das sollte sich ändern.

Bei ca. km 55 zieht sich der Himmel zu, es fängt an zu regnen und pünktlich zum Anstieg sehe ich wie es blitzt und der Regen zunehmend heftiger wird. Die Brille beschlägt, mein Tempo wird immer langsamer. Umso erstaunlicher, dass tatsächlich trotz der sintflutartigen Regenfälle Zuschauer am Wegesrand stehen, die uns Fahrer anfeuern.

Bei ca. km 75 kommt Kathrin an mir vorbei, sie hat sich stark nach vorne gekämpft. Im Anstieg sage ich noch zu ihr sie solle ihr Tempo fahren und sich nicht beirren lassen, was sie dann auch tut. Zwischendurch geht mir durch den Kopf, dass die Spitzengruppe es wahrscheinlich nicht mehr weit zum Ziel hat.

In der Spitzengruppe befinden sich u.a. Matti, Frédéric, Tobias, Eric und Marco. Sie sind im ersten Anstieg, zu dem Zeitpunkt war auch noch Aaron im Rennen, noch zusammen. Aaron hat so gute Beine, dass er im ersten Anstieg ganz vorne eine Attacke mitfährt, dann aber unglücklich abgedrängt wird und sich sein Laufrad beschädigt. Marco muss leider abreißen lassen. Jedoch bildet sich bei Marco eine Gruppe von schätzungsweise 20 Leuten von denen zu seinem Bedauern nur knapp 4-5 Leute mitarbeiten um eine Gruppe im Sichtfeld einzuholen. Marco beteiligt sich fleißig an der Nachführarbeit, muss jedoch am Hohe Hagen wiederum abreißen lassen, kann das Loch auf der Abfahrt wieder zu fahren und kommt am Ende mit der zweiten Gruppe, durchnässt wie wir alle, mit einer ebenfalls starken Leistung ins Ziel.

Wie Eric berichtet, gibt es dann deutliche Ausdünnungen der Fahrer im zweiten, längeren Anstieg im Wald, nach dem Abzweig in Hemeln bei der Hälfte der Distanz. Jedoch kann der Abstand größtenteils in den folgenden Ortsdurchfahrten wieder verringert werden. So fahren zwei abgehängte Gruppen wieder auf die immer in Sichtweite befindliche Spitzengruppe auf in der sich nach wie vor Frédéric befindet, so dass vor dem Hohen Hagen in der Führungsgrupp von 70 Fahrern erneut die vier Fahrer unseres Teams vertreten sind. Jetzt geht es auch dort final zur Sache, Eric gelingt es, sich in einer kompakten Verfolgergruppe an die Top-Favoriten heran zu fahren, wobei Matthias unermüdlich geackert hat. Eric, Tobias und Frédéric folgen Fahrern die kurz vorm Zielsprint versehentlich falsch an einer Verkehrsinsel vorbei fahren und hätten an dieser Stelle halb rechts fahren müssen, somit waren einige Positionen verschenkt. Matthias hingegen hatte die richtige Seite erwischt und konnte einen genialen zweiten Platz in seiner Altersklasse Master 2 belegen. An dieser Stelle noch mal Glückwunsch Matti, grandios gemacht!

Gary, Kathrin und Peter starten im Block B, der mit einer Minute Versatz auf die Strecke geschickt wird. Gary selbst fühlt sich, einem zurückliegenden Unfall geschuldet, noch gar nicht richtig fit und fragt sich nach 10 Kilometern ob der Start hier wirklich sinnvoll war? Aber Richtung Hann-Münden läuft es wieder runder, so dass er auf der Höhe Bramwald zwar verhalten aber ganz zufrieden in seiner Gruppe mitfährt. In der Auffahrt zum Hohen Hagen merkt er, dass sich sein Bremszug vorne gelockert hat. Glück, dass er das rechtzeitig wahrnimmt und mit diesem Wissen defensiver weiterfährt, als er das eigentlich wollte. In der nassen und rutschigen Abfahrt hätte sonst wer weiß was passieren können.

Dennoch kann er zufrieden sein im Ziel, das sind auch Ralph, Ronald, Peter und Willi die ein beherztes Rennen gefahren sind.

Eddie wartet im Ziel frierend, nur mit einer Rettungsfolie ausgestattet, auf Kathrin, die mit mir zusammen das Schlusslicht unseres Teams bildet. Kathrin hat den Autoschlüssel für das Auto, in dem Eddys Klamotten sind.

Aufgrund des widrigen Wetters wollen alle nur schnell ins Trockene und sich aufwärmen, so dass das übliche Get-Together nach dem Rennen diesmal kurz ausfällt.

Unterm Strich bleibt ein hervorragender 8. Platz für unser erstes Team. Vor dem Hintergrund der neuen Regeln und des Ausfalls eines unserer Top-Fahrer ist dieser Platz noch höher zu bewerten. Außerdem Mattis AK Podium und, dass alle gesund ins Ziel gekommen sind, was bei dem Wetter nicht selbsverständlich war.

Auf ein neues, hoffentlich bei besserem Wetter und mit mehr Glück für Aaron!

Autorin: Silke

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