Saisonrückblick 2018

Circuit Cycling Nürburgring

30. April 2019 Comments (0) Berichte

Tour d´Energie in Göttingen

Endlich – Start der German Cycling Cup (GCC) Saison 2019 in Göttingen!

Das Sebamed Racing Team hat sich für die Saison 2019 vorgenommen, den kontinuierlichen Aufwärtstrend der letzten Jahre fortzusetzen. Dazu gehört, mit einem Auge auf das Teampodium der GCC Gesamtwertung zu schauen und zum anderen in der Einzelwertung den letztjährigen Bestwert zu toppen. Der Fokus liegt dabei nach wie vor in den flachen Rennen, auch wenn mit den Neuzugängen und der Entwicklung der Stammfahrer das ein oder andere Ausrufezeichen in den hügeligen Terrains möglich ist.

Schon am Abend des Teamtreffens im März gibt es für diese Ziele einen Dämpfer. Tilo, einer unserer stärksten Fahrer, bricht sich bei einem unglücklichen Sturz das Becken. Nachdem schon seine letzte Saison durch eine langwierige Sehnenentzündung ins Wasser fiel ein erneuter Rückschlag, für ihn und das Team. Allerdings verläuft die Heilung gut, er  ist schon früh wieder auf dem Rad und die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr ins Renngeschehen scheint begründet.

Aber jetzt zu Göttingen: 15 FahrerInnen auf der Langstrecke und 2 auf der Kurzdistanz zeigen die markanten Magenta-grün-weißen Farben in den Startblöcken. Damit ist das Sebamed Racing Team wieder eines der zahlenmäßig stärksten Teams vor Ort. Die 45-Km der kurzen Strecke werden rund 30 Minuten vor der langen 100 Km Runde gestartet. Gerhard fährt sie als Vorbereitung auf die Hessenmeisterschaft, am Ende wird er souverän AK Sieger und Gesamt 39. Sven ist nach langer Abstinenz nur am Start um die Wartezeit auf die Langstreckler zu verkürzen, startet aus dem letzten Block und fährt quasi ein Einzelzeitfahren.

Wichtiger sind heute die Ergebnisse auf der langen Runde. Wird der Start gelingen? Wird Andriy seine ansteigende Form bestätigen? Wird das Team den Grundstein für die angestrebten Ziele legen können? Wie steht es mit den neuen Teams, Percy Mash Cannonmen, MTS-Triebwerk, mit so illustren Namen wie Hanno Rieping, Marek Bosniatzki und Sandro Kühmel, allesamt GCC-Gewinner der Vorjahre?

Um 10:50 Startschuss. Das Rennen ist von Anfang an sehr schnell. Kein Wunder, neben den eben genannten neuen stellen die etablierten Teams BKK Mobil, Strassacker, Leeze, Deutsche Kinderkrebs Stiftung, einige Amateur Fahrer (BDR Reform machts möglich) und auch das Sebamed Racing Team rund 60 starke Fahrer, die das Tempo bestimmen. Wohl das stärkste Feld, das jemals in einem GCC Rennen gestartet ist.

Bereits auf den Kilometern vor dem ersten längeren Anstieg bei Hemeln kommt es zu mehreren Stürzen. Hier die besten Genesungswünsche an die Fahrer der Teams Strassacker und Paintrain. Andriy fährt einige Kilometer vor dem Feld, um der Nervosität zu entgehen und sich in Ruhe zu verpflegen, wie er sagt. Wohl dem, der das leistungsmäßig kann :-). Bereits vor der Einfahrt in den „Brahmberg“ reihen sich die Fahrer an der Spitze unter enormen Tempodiktat zur Perlenkette auf. So fahren die ersten bereits in die Steigung während Position 50 des noch großen Fahrerfelds noch 150 Meter entfernt ist. Jetzt ist es besonders wichtig, vorne zu sein. Der Anstieg ist gleichmäßig und rund 4,5 Kilometer lang. Das Tempo ist dieses Jahr nicht mal sonderlich hoch. Weil aber die Fahrer in Einerreihe fahren gibt es wenig Windschatten, und sobald ein Loch reißt, heißt es zufahren. Durch diese Umstände wird das Feld bereits hier schon stark verkleinert und einige aus dem Sebamed Racing Team finden sich schon jetzt in der zweiten Gruppe wieder. Andriy allerdings ist weiter vorne dran.

Weiter geht’s zum nächsten und wichtigsten Scharfrichter des Rennens: dem Hohen Hagen. Nicht mal 2,5 Kilometer lang, aber gut 8% durchschnittliche Steigung sowie der weitere, fast stetig abfallende Streckenverlauf prädestinieren ihn als Abschussrampe für aussichtsreiche Attacken. Rund 50 Fahrer gehen gemeinsam in den Anstieg, trotz des auch hier wieder moderaten Tempos (Bestzeit des „Bergkönigs“ im Vorjahr war rund 15 Sekunden schneller) verlieren viele hier den Anschluss. Kurz vor der Kuppe attackieren Christian Kreuchler (BKK), Christoph Mai (Strassacker), Anthony Spysschaert (DKS) und Nazir Jaser (Paintrain). Bis zur Bergwertung reißen die Spezialisten eine ausreichende Lücke. Die Abfahrt ist in den ersten Kurven nass und glitschig. Die Verfolgergruppe ist rund 20 Personen stark und Leeze spannt sich voll ein, um die Ausreißer einzufahren. Die wehren sich aber stark und so kommt es erst wenige Kilometer vorm Ziel zum Zusammenschluss. Andriy hält im folgenden Zielsprint rein was er kann und belegt einen starken 5. Rang.

Dahinter kommen in der zweiten größeren Gruppe Christian, Matthias und Jona ins Ziel und komplettieren die Wertung für Team 1. Mit dem 10.en Gesamtrang in der Teamwertung sind wir ein paar Plätze hinter unserem Tagesziel, aber mehr war eben heute nicht drin.

Nach und nach kommen auch alle anderen gesund und mit guten bis sehr guten persönlichen Leistungen an. Bei der Siegerehrung dürfen Andriy, Gerhard, Jona und Matthias für ihre Altersklassenerfolge aufs Podium.  Dort wollen wir dieses Jahr noch öfter stehen :-).

 

 

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