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25. Juni 2019 Comments (0) Berichte

Schleizer Dreieck Jedermann

Im schönen Süd-Thüringen findet alljährlich ein Jedermann-Rennen statt, dass es trotz sehr schöner Strecke nie auf die großen Teilnehmerzahlen gebracht hat, die man aus manchen anderen Rennen kennt. Seit nunmehr zwei Jahren ist der vorherige, wunderbare 41Km-Rundkurs auf eine 7,6 Km Runde reduziert. Im Wesentlichen wird dazu die Schleizer Autorennstrecke befahren, mit kleinen Schlenkern über Landstraßen. Die Runde ist nach wie vor sehr anspruchsvoll (100 Höhemeter, davon 65 an einem Anstieg auf rund 700 Meter Länge), hat aber bei x-maligem Umfahren eben doch den Charakter des berühmten „Rund um den Kirchturm“.

Auf die Teilnehmerzahlen hat sich diese Neuerung noch mal reduzierend ausgewirkt, was für die Zukunft einen Ausfall dieses Rennens zumindest möglich erscheinen lässt. Es wäre schade um ein familiäres , allerdings mit der neuen Strecke auch seines zentralen Reizes entzogenen Events.

Am Sonntag stehen auf jeden Fall 15 StarterInnen des Sebamed Racing Team bereit, 14 auf der Langstrecke über 16 Runden (~120Km), Susi auf der 10 Runden Distanz. Pünktlich um 9:00 wird gestartet. Wie immer sofort „volle Pulle“, was das Führungsfeld bereits bei der ersten Auffahrt des schwersten Anstiegs der Runde dezimiert. Von Sebamed sind in den ersten Runden noch Andriy, Christian und Tilo dabei, erst ab Runde 9 fällt mit Tilo der letzte Sebamed Fahrer dem höllischen Tempo zum Opfer, bis dahin steht ein 42er Schnitt zu Buche. Die Führungsgruppe ist da auch schon auf rund 20 Fahrer verkleinert. Tilo, der sein erstes GCC-Rennen nach seinem Beckenbruch im März fährt, zeigt damit, dass er ein echtes Stehauf-Männchen ist. Respekt.

Am Ende kämpfen die FahrerInnen in den Grün-Weiß-Magenta Trikots (wie die überwiegende Mehrheit aller Starterinnen) einen meist einsamen Kampf gegen die schwere Strecke. Nur noch kleine und kleinste Grüppchen, Pärchen oder Einzelfahrer spulen die letzten 4-6 Runden ab, um die 120 Kilometer vollzumachen.

Am Ende nehmen alle die Kilometer-Punkte und die individuellen Platzierungen mit, nur wenige aus dem Team sind wirklich zufrieden. Das spiegelt sich auch im Teamergebnis wider, Platz 8 ist ganz sicher nicht das, was wir uns Anfang der Saison vorgestellt haben. Mit den Verletzungen, Stürzen, Krankheiten, die das Team dieses Jahr heimsuchen, muss man sich aber damit zufrieden geben. Das eröffnet natürlich auch die Möglichkeit, sich einfach nur der Freude am rennmäßigen Radfahren hinzugeben, ohne irgendwelchen Bestmarken nachzujagen.

Immer drei Altersklasse-Podien nehmen wir mit (Karin, Silke und Jona) und ein sehr schönes gemeinsames Wochenende. Jetzt ist erst mal 4 Wochen Pause bis zum noch härteren Kurs am Nürburgring. Die tut dem Team jetzt wohl auch ganz gut.

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