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24. September 2019 Comments (0) Berichte

Rothaus Riderman

Der Riderman feiert Jubiläum – seit 20 Jahren schon begeistern die Strecken im Schwarzwald die Jedermann-Szene und so manchen Profi. Das lässt sich natürlich auch das Sebamed Racing Team nicht entgehen. Mit 14 StarterInnen und einer Handvoll Unterstützern findet sich wieder mal eine große Abordnung in Bad Dürrheim ein, um das Zeitfahren und die beiden Straßenetappen in Angriff zu nehmen.

Bei allerbestem Wetter geht es ab 14:30 für Christian als ersten Fahrer los auf der 16 Kilometer langen Zeitfahrstrecke. Dabei hilft den StarterInnen, dass die mitgereisten Supporter fast schon Profi-Verhältnisse schaffen: 3 Rollentrainer stehen in der Nähe des Startbereichs unter einem Zelt von 4:Riders (unser Premium Radfachgeschäft) bereit, die Räder werden von fleißigen Händen montiert. Der Starter muss sich nur noch draufsetzen und warmfahren, kann sich ganz auf den kommenden Kampf gegen die Uhr konzentrieren.

Mit rund 200 Höhenmetern und einer 180 Grad Wende ist der Kurs durchaus anspruchsvoll. Wer hier eine schnelle Zeit zwischen 21 und 23 Minuten fahren will, muss richtig Watt auf das Pedal drücken. Dabei ist eine solch schnelle Zeit dringend nötig, um am nächsten Tag möglichst weit vorne im Startblock zu stehen. Eine weitere Besonderheit des Riderman ist nämlich, dass es keine Nettozeit gibt. Wenn der Startschuss gefallen ist, läuft die Zeit. Auch für die, die aus den hinteren Blöcken noch lange benötigen, bis sie über die Startlinie fahren. Ein gutes Zeitfahren ist als Voraussetzung, um am nächsten Tag nicht von Anfang an im Hintertreffen zu sein. Heute gelingt es mit Tilo, Volker, Erich und Gerhard immerhin 4 Fahrern in den Magenta-Grün-Weißen Trikots, am nächsten Tag für den A-Block qualifiziert zu sein.

Samstag wartet dann eine superschwere Etappe. 120 Kilometer auf und ab, fast gänzlich ohne Flachstücke, 1.800 Höhemeter schwer. Das Höhenprofil erinnert stark an das berühmte Sägeblatt. Und wieder zeigt sich das Wetter im Schwarzwald von seiner allerbesten Seite, wie um den StarterInnen die kommende Anstrengung zu versüßen. Rund 700 Starter schieben sich in der neutralisierten Phase aus Bad Dürrheim heraus, der ersten Selektion entgegen: die „Hirschhalde“ bildet auf steilen rund 600 Meter Länge erste Gruppen heraus. Kurz darauf folgt die Bergwertung „Öfingen“, etwas mehr als 1 Kilometer, meist zweistellige Prozente steil, im Maximum circa 15%. Hier werden die eben gebildeten Gruppen wieder neu geordnet. Danach laufen auf der Abfahrt und den folgenden rund 10 Kilometern wieder einiges zusammen, bevor zwei weitere kurze, steile Stiche die Karten neu mischen. Danach eine rasante Abfahrt und die erste von drei längeren Bergprüfungen. Erst hier werden die Gruppen endgültig zementiert, die dann die folgenden 45 Kilometer bis ins Ziel überwiegend zusammen bleiben, trotz weiterer Bergprüfungen und welligem Terrain. Im Sebamed-Team bilden sich auf diesem schweren Kurs alle Schicksale ab. Gerhard überzieht auf den ersten 30 Kilometern, bricht ein und kommt krampfgeschüttelt nie mehr in Tritt. Bastian geht es ähnlich: nach zwei Dritteln der Strecke ist der Akku so leer, dass er mehrere Gruppen ziehen lassen muss. Auch Volker zahlt die letzten 20 Kilometer Lehrgeld und fährt im Duett mit einem anderen Fahrer zu Ende, nachdem er die Gruppe mit Matthias Stähle und Christian im Anstieg nicht mehr halten kann. Tilo dagegen kann sich gerade so durchbeißen und fährt eine gute Tagesplatzierung ein. Matthias Schmitt hat technische Probleme, die ihn am Ende eine eigentlich gute Tagesleistung verderben. Silke, Klaus, Björn, Sven, Erich, Willi und Gary fahren zwar auf „der letzten Rille“, aber schlussendlich erwartungsgemäß ins Ziel.

Am Sonntagmorgen haben auf jeden Fall alle schwere Beine. Heute steht mit rund 100 Kilometern bei 1.200 Höhenmetern zwar eine moderatere, aber immer noch sehr schwere Strecke an. Kurz nach dem Start steigt Matthias Stähle aus. Sein Rücken hat zugemacht, schade fürs Team, so geht ein vorderer Gesamtrang verloren. Dafür erwischt Christian heute einen Sahne-Tag und fährt mit Tilo, unserem Bestplatzierten ins Ziel. Heute erwischt Volker die Defekthexe, er kann zwar weiterfahren, unter dem Strich bleibt aber ein für ihn ein nicht ganz zufriedenstellendes Ergebnis. Björn komplettiert mit einer erneut starken Leistung die Teamwertung. Auch alle anderen kommen gesund und erschöpft durch, das ist am Ende das Wichtigste.

So geht erneut ein sehr schönes gemeinsames Radrennwochenende vorüber. So spät in der Saison sehnen nun alle den traditionellen Abschluss des German Cycling Cup beim Münsterland Giro entgegen. Der ist ja schon am 3. Oktober…

 

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