Wieder erfolgreiches Wochenende!

Etappen-Sieg im Erzgebirge

24. Juni 2021 Comments (0) Berichte

Ein Hauch von Normalität im Juni

Nach langen Monaten, in denen so etwas wie Radrennen keine Rolle spielte, hat der Juni mit den Impffortschritten und einhergehender sinkender Inzidenz endlich wieder die für uns schönste Nebensache möglich gemacht. So starteten einige Fahrer in den markanten magenta-grün-weißen Sebamed Racing Team Trikots in Meiningen und eine Woche später Daniel beim Kriterium in Baunatal.

Daniel sorgte in beiden Rennen auch für die besten Resultate, im Kriterium gewann er sowohl Masters2 wie auch Gesamt. Eine klasse Leistung und das erste Mal in dieser Saison, dass ein Sebamed Racing Team Fahrer ganz oben auf dem Treppchen stand, das es in Baunatal leider nicht gab :-). Meiningen bot ein top besetztes (und organisiertes) Rennen, in dem Elite-Amateure, Amateure und Jedermänner gemeinsam starteten. Wie stark das Feld war sieht man, wenn man auf den Ergebnislisten klasse Rennfahrer auf vermeintlich „hinteren“ Positionen findet. Ein Grund wird sicher sein, dass nach wie vor so wenig Rennen stattfinden sind und die ambitionierten Fahrer sich somit auf diese Möglichkeiten konzentrieren. Umso erfreulicher, dass die Sebamed Fahrer durchweg gute bis sehr gute Resultate erzielten!

Hier die Resultate (Gesamt, also mit Elite und Amateuren, im J des 100 Km Rennens:

10. Platz: Daniel Höhn

59. Platz: Arne Selig

86. Platz: Torsten Schätzlein

191. Platz: Erich Hammerschmidt

202. Platz Gary Weir

Björn und Christian stiegen nach der zweiten Runde aus.

Lest nachstehend beispielhaft die Berichte von Daniel und Erich, die verschiedene Bereiche des Rennens in Meiningen wiedergeben:

DANIEL >>Der Velo Grand Prix in Meiningen war nach 21 Monaten mein erstes größeres Radrennen in der Pandemie. Somit fand ich mich nicht wie üblich mit einer Handvoll Masters an der Startlinie, sondern in einem gut gefüllten Startblock. Die Strecke war relativ flach, führte über 100 km mit etwa 1000 hm, verteilt auf drei Runden. Von Beginn an wurde vorne munter attackiert, doch alles wurde neutralisiert und niemand konnte sich vom Feld lösen. So fand ich mich selbst, mit dem späteren Sieger, in einer zwei Mann Flucht, die jedoch kurz vor dem größeren Anstieg eingeholt wurde. Dadurch fehlten genau in diesem Moment die Körner, um die nächste Attacke mitgehen zu können. Doch diese saß und es lösten sich bei Rennkilometer 20 etwa sechs Fahrer. In der Verfolgung der Ausreißer entstanden hier und da Lücken im Feld, welche auch durch einen Sturz begünstigt wurden. Wenige Kilometer später konnte ich mit weiteren neun Mann auf die Ausreißergruppe aufschließen. Im belgischen Kreisel harmonierten wir gut. Mit einem 50er Streifen bauten wir so den Vorsprung zu den Verfolgern stetig aus. Mitte der letzten Runde wurde am Anstieg, ca. zehn Kilometer vor Ziel nochmals attackiert, was die Gruppe um weitere vier Fahrer reduzierte. Auch mich, denn ich konnte das Tempo nicht mehr mitgehen und verlor bis zur Kuppe etwa 20 Sekunden zu meinem Vordermann. Dennoch gelang es mir, nach gut fünf Kilometern Aufholjagd im Alleingang, den Anschluss wieder herzustellen. Für den Rest des Rennens hielt ich mich zurück, konnte die weiteren Attacken zwar noch mitgehen, aber nicht mehr im Zielsprint in Erscheinung treten. Es reichte aber für Gesamtrang zehn, mit 0,9 Sekunden Rückstand auf den Sieger und Platz drei in der Altersklasse.<<

ERICH >>Nach 20 Monaten erzwungener Rennpause war Meiningen ein tolles Event, gut organisiert, perfekte Straßen, nicht zu schwer, aber dennoch ausreichend selektiv. Das Wetter meinte es wohl deshalb auch gut mit uns und dem Veranstalter und so nebenbei ist Meiningen ein schmuckes Städtchen mit hübschen, wieder hergerichteten Häusern und Gebäuden.

Der Start zum Hauptrennen über die 101,6km mit etwas über 1000Hm war wie von mir befürchtet sehr hektisch. die Rampe gleich nach dem Start war nicht lang genug um das Feld der rund 300 Starter auseinander zu ziehen. Die bunte Mischung aus Amateur Elite-, Amateur- und Jedermannfahrern, gepaart mit einigen Übermotivierten sorgte auf den folgenden ersten flachen Kilometern unnötigerweise für ein unrhythmisches Fahren. Das änderte sich erst als bei km6,5 ein Massensturz im dichtgedrängten Feld die Straße auf ganzer Breite blockierte und als Nadelöhr alle Folgenden auseinander zog. In einer ca.30 Mann starken Gruppe ging es für mich von da an flott, aber entspannter weiter. Bei der ersten Zieldurchfahrt zeigte mein Tacho sogar ein Stundenmittel von 40 km/h. Leider konnte ich diese Gruppe in Runde 2 im langen Anstieg des Rundkurses nicht halten, war isoliert, konnte mich aber mit einem von hinten kommenden Einzelfahrer zusammentun. Im weiteren Verlauf der Runde wuchs die Gruppe auf 4-5 Fahrer an, die so auch Runde 3 absolvierte und ins Ziel fuhr. Der tolle Schnitt der ersten 1,5 Runden war natürlich nicht mehr zu halten, wir wurden aber auch von hinten nicht aufgerollt.

Die stilvolle Siegerehrung auf den Stufen des Nationaltheaters litt leider an der späten Ergebnismitteilung der Zeitnahme-Firma.

So wurde ich zwar als 3. der Master4 geehrt, musste aber zuhause feststellen, dass der angeblich 2. Jg.68 war, also Master3. Meine Reklamation bei zpn-timing und bei Jörg Haberich, Teamchef des angeblich 2.führte nach auch dessen Reklamation gestern zur Korrektur der Ergebnisliste, so dass ich auf den zweiten Platz Master4 vorrückte. Um die Ehrung für seinen nun 3. Platz Master3 ist Ulrich Drebing natürlich gebracht worden.<<

 

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