2. August 2021 Comments (0) Rennberichte

Daniel Erster der BDR Masters Rangliste

Wer die letzten Wochen verfolgt hat konnte es schon ahnen: da bahnt sich Großes an. Daniel Höhn, einer der stärksten Fahrer im Sebamed Racing Team, fuhr eine Podiumsplatzierung nach der anderen ein. Wie sich jetzt heraus stellt, tat er das nicht nur – sicher auch, aber eben nicht nur – weil er gerne Rennen fährt. Kreuz und quer durch die Republik fahren, häufig im Missverhältnis zwischen Fahrtzeit und Renneinsatzzeit, bedeutet hohen Einsatz – sowohl zeitlich als auch finanziell.

Aber da Daniel ein kühler Kopf ist konnte man sicher sein, dass er wusste, was er tat – und besonders, warum er es tat. Er hatte festgestellt, dass sich aufgrund seiner vielen Top-Resultate die Chance ergab, die Führung in der Masterswertung des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) zu übernehmen. Diese Chance wollte er ergreifen und am letzten Juli-Wochenende war es dann soweit: durch den erneuten Sieg in Baunatal hat er es geschafft. Vielleicht nur eine Momentaufnahme, da viele starke Fahrer in der Mastersklasse um diese Position kämpfen. Aber nur wenige haben überhaupt mal die Möglichkeit, sie auch tatsächlich zu übernehmen.

Das freut uns als Sebamed Racing Team sehr für Daniel, der mit Leib und Seele für den Rennsport brennt – wir gratulieren hier deshalb noch mal ganz herzlich!!!

Nachstehend lest ihr Daniels Bericht der letzten Rennen, die diese tolle Entwicklung ermöglichten:

>>Keine Einladung zu Nach-Tour-Kriterien!

Dennoch wollte ich die gute Form schnellstmöglich wieder in Rennen einsetzen. So ging es am 17.07. auf nach Bayern, zum Rundstreckenrennen Berghülen. Eine wellige Runde auf Wirtschaftswegen war mehrfach zu überwinden. Das Rennen wurde extrem passiv gefahren. Die wenigen Attacken verpufften. Die beiden Anstiegen waren weder lang noch steil genug, um dort eine Entscheidung herbei zu führen. Also attackierte ich erst, als eine relativ starke Attacke sich doch nicht durch setzte. Drei weitere Fahrer konnten noch nachspringen. Doch mit Hanno Rieping in der Gruppe stellte sich nun ein Problem dar. Wie zu erwarten, konnte ich hier im Sprint kein Paroli bieten und durfte mich mit dem zweiten Platz begnügen. Ein Lob an den Veranstalter geht dennoch raus, denn die Preise konnten sich sehen lassen.

Danach ging es weiter nach Süden zum Oberdietfurther Rundstreckenrennen. Mich erwartete eine Strecke ohne nennenswerte Höhenmeter, aber auf ausgezeichnet guten Straßen. Da sich das Feld nicht überzeugen ließ, mich wegfahren zu lassen, nahm ich wenigstens einige Prämienwertungen mit. Zum Ende des Rennens wurde es dann zwar schnell, aber nicht schnell genug. So konnte ca. 800 m vor der Zieleinfahrt eine gut platzierte Attacke alle überraschen und wir fuhren nur noch um die Plätze. Dank guter Positionierung im Feld blieb zumindest noch Platz drei übrig.

Nun zeichnete sich langsam ab, dass eine Chance besteht, die Rad-Net Rangliste zu erobern. Also hieß es, weite Wege auf sich zu nehmen, um Punkte einzufahren. Das Rosenheimer Kriterium war die nächste Anlaufstelle. Doch was sich hier der Thierry Gouvenou des RSV Rosenheim als Strecke ausgedacht hatte, war etwas speziell. Eine 600 Meter Runde um die Firma Corratec, mit einer 180 Grad Kurve, gespickt mit Bodenwellen und Schlaglöchern. Was nimmt man nicht alles auf sich, um Radrennen fahren zu können. Nur mancher kam leider weniger gut mit der Strecke zurecht und konnte dem plötzlichen Verlust der Bodenhaftung nichts mehr entgegen setzen. Aufgrund der vielen Stürze musste das Rennen für insgesamt zehn Minuten neutralisiert werden. All jenen sei gute Besserung gewünscht. Da ich bereits zu Beginn Punkte gesammelt hatte, fuhr ich das Rennen mehr sicher als aktiv zu Ende und kam auf Rang drei.

Nächste Chance zum Punkten war beim 3. Lauf des Rohloff Cups in Baunatal. Auf einer 1100 Meter Strecke waren 40 Runden zu fahren. Aufgrund der wenigen möglichen Rennen in Deutschland, Urlaubszeit und Baunatals zentraler Lage, wurden die Starterfelder hier immer größer. Nach der Hälfte des Rennens wurde es richtig schnell und das Feld reihte sich auf, wie eine Perlenschnur. Außerdem drohte es, aufgrund der späten Startzeit dunkel zu werden und ich entschloss mich, das Renntempo weiter zu erhöhen. Bei meiner Flucht nach Vorne leistete mir auch Hans Hutschenreuter Gesellschaft. Dieser hatte bereits den 1. Lauf gewonnen und war Zweiter beim 2. Lauf. Schnell war der Vorsprung zum Feld auf über 400 Meter angewachsen und es galt nun noch herauszufinden, wer denn den 3. Lauf gewinnt. Auf dem Weg zur Zielgeraden konnte ich mir einen kleinen Vorsprung heraus fahren, der dann auch groß genug war um mit einer halben Radlänge zu gewinnen.<<

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